Die Ruinen von Ani, einst eine blühende mittelalterliche Stadt, zeugen von der kurzen Wiederbelebung der Shaddadiden-Herrschaft unter Sultan ibn Mahmud im späten 12. Jahrhundert. Seine Regierungszeit, die nur durch Inschriften wie jene in der Dashtadem-Burg und in Ani selbst dokumentiert ist, markiert das letzte Kapitel der Dynastie vor der Eroberung durch die Truppen der georgischen Königin Tamar. Heute können Besucher diese vergessene Geschichte anhand verstreuter Steinmetzarbeiten und der silhouettenhaften Ruinen der Kirchen von Ani nachvollziehen.
Obwohl nur wenige direkte Spuren von Sultans Einfluss erhalten sind, bietet der Ort einen bewegenden Einblick in die Machtkämpfe zwischen armenischen, georgischen und türkischen Herrschern. Besuche im Frühling oder Herbst sind ideal, um extreme Wetterbedingungen bei der Erkundung der weitläufigen archäologischen Stätte zu vermeiden. Einheimische Führer weisen oft auf die Inschrift von 1174 hin, die Sultans Herrschaft bestätigt - sie befindet sich in der Nähe der nördlichen Befestigungsanlagen.
